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Wurmerkrankungen (Filariosen)



Die als Filariosen bezeichneten Wurmerkrankungen werden durch unterschiedliche Arten von Fadenwürmern (sogenannte Filarien) verursacht. Diese können sich unter der Haut, im Bindegewebe oder in Blut- und Lymphgefäßen festsetzen. Filariosen werden meist durch Mücken- oder Bremsenstiche übertragen. Der sogenannte Medinawurm, Auslöser der Dracontiasis, die mit Geschwürbildung einhergeht, verbreitet sich über das Trinkwasser.

Symptome und Krankheitsverlauf bei Wurmerkrankungen

Es können auf Grund der verschiedenen Infektionsarten unterschiedliche Beschwerden und Krankheitsbilder auftreten. So schwellen bei einer Lymphatischen Filariose, auch Elephantiasis genannt und durch Wuchereria bancrofti oder malayi hervorgerufen, Gliedmaßen, Genitalien und auch andere Körperteile grotesk an, da deren Lymphgefäße durch die Fadenwürmer verstopft sind und der Lymphabfluss behindert wird. In einem anderen Fall treten durch die so genannte Flussblindheit (Onchozerkose, durch Onchocerca volvulus ausgelöst) Hautknoten und andere Hautveränderung auf. Im weiteren Verlauf kann es zu Augenstörungen und Blindheit kommen.

Diagnose und Behandlung bei Wurmerkrankungen

Die Diagnose stellt der behandelnde Arzt je nach Erscheinungsbild der Infektion. Er setzt gezielt Medikamente zur Abtötung der Filarien und Larven im Körper ein. Offene Wunden werden mit ausreichender Hygiene und Desinfektion zur Verhinderung einer weiteren bakteriellen Infektion behandelt. Es können auch Druckbandagen zur Minderung von Schwellungen angelegt werden.

Wo können Wurmerkrankungen vorkommen?

Betroffen sind tropische Gebiete mit hoher Luftfeuchtigkeit sowie Gegenden mit mangelnder Wasserhygiene.
Weltkarte der Wurmerkrankungs-Verbreitung
© WHO, 2006
Die Karte zeigt die Verbreitung der so genannten Lymphatischen Wurmerkrankung.

Mögliche Impfungen gegen Wurmerkrankungen

Es gibt keine Schutzimpfung.

Vorsorge gegen Wurmerkrankungen

Als Prävention hilft zum einen ein effektiver Mückenschutz: Dazu zählt das Tragen von langen Oberteilen und Hosen sowie ein geeignetes Mückenschutzmittel für die Haut. Ein Moskitonetz für das Bett ist empfehlenswert. Zum anderen eine gründliche Wasserhygiene: Verwenden Sie Wasser nur aus abgepackten und ungeöffneten Flaschen und verzichten Sie auf Eiswürfel im Getränk. Das Baden in ausgewiesenen Filariosegebieten sollten Sie unterlassen.

Aktuelle Hinweise zu Krankheiten im jeweiligen Reiseland gibt das Auswärtige Amt
Autoren und Quellen
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