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Ursachen und Risikofaktoren für Schlafstörungen: Von Alkohol bis Wechseljahre



Fast jeder hat schon einmal Schlafstörungen erlebt: Weil ein geliebter Mensch gestorben ist, er die Kündigung erhalten hat oder vom Partner verlassen wurde. Die Liste der Ursachen für Schlafstörungen ließe sich unendlich weiterführen. "Kummer wegen der Kinder, Sorgen um die Eltern, finanzielle Probleme – kurzum alles, was ans Herz geht, kann zur Ursache schlechten Schlafes werden", sagt Dr. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Charité.

Kummer und Sorgen sind die häufigsten Ursachen von Schlafstörungen, aber es gibt noch mehr:

  • die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre
  • eine ungesunde Lebensführung: Ein spätes und/oder üppiges Abendbrot kann durch die Verdauungsarbeit zu Schlafstörungen führen; hoher Alkoholkonsum macht zunächst müde. Der Schlaf wird jedoch unterbrochen, sobald die Wirkung nachlässt; Koffein behindert das Einschlafen
  • Reizüberflutung durch helles Licht, Straßenlärm oder langes Fernsehen
  • Hitze
  • Schmerzen
  • Krankheiten wie Depression, Demenz, Parkinson, Refluxkrankheit (Sodbrennen), Angina pectoris und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
  • Krankheiten, die die Atmung beeinträchtigen, beispielsweise grippale Infekte
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, beispielsweise bei manchen Mitteln gegen Depressionen, blutdrucksenkenden Mitteln, Mitteln bei Parkinson, Asthmamitteln oder Medikamenten zur Entwässerung
  • Störungen des Biorhythmus, zum Beispiel bei Schichtdienst.
Auch der regelmäßige Verstoß gegen die Regeln der Schlafhygiene kann die Ursache für Schlafstörungen sein. Wer zum Beispiel abends Kaffee trinkt und raucht oder sich tagsüber nicht ausreichend bewegt, kann leicht Schlafstörungen entwickeln.

Übergewicht und Alkohol: Ursachen für Schlafapnoe

Bei der Schlafapnoe spielen Sorgen und Stress als Ursache dagegen keine Rolle. Von den nächtlichen Atemaussetzern sind vor allem Männer über 40 Jahren betroffen, aber auch Frauen im Klimakterium. Weitere Ursachen und Risikofaktoren für diese Form der Schlafstörung sind:
  • Übergewicht
  • Fehlbildungen im Kiefer-Rachen-Raum
  • großer Halsumfang
  • Alkoholkonsum

Gene als Ursachen für Schlafstörungen?

Stress auf der Arbeit, Zank mit dem Ehepartner - einige Menschen schlafen trotz alledem friedlich, andere liegen wochenlang nachts wach. "Nach dem heutigen Stand der Forschung liegt es uns zwar nicht in den "Genen", ein schlechter oder sensibler Schläfer zu sein", schreiben Dr. Ingo Fietze und Thea Herold in ihrem Buch "Der Schlafquotient". Aber es wird eine genetische Veranlagung also Ursache für Schlafstörungen vermutet, zumindest bei Menschen, die bereits in frühen Jahren Symptome der Insomnie wahrnehmen. Viele erwachsene Schlafgestörte berichten, dass sie bereits in der Schulzeit einen leichten Schlaf hatten.
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