Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

Morbus Crohn: Ursachen



Bei Morbus Crohn ist es schwierig, die Ursachen zu benennen. Sie sind bisher nicht sicher geklärt. Gleichwohl ist der Krankheitsmechanismus inzwischen weitgehend bekannt: Darmspezialisten gehen davon aus, dass es sich um eine genetisch determinierte Erkrankung handelt. Das bedeutet, es gibt eine Veranlagung für Morbus Crohn. Der Lebensstil, die Ernährung oder psychische Faktoren spielen als Ursache der Erkrankung hingegen keine Rolle.

Barrierefunktion der Darmwand gestört

Lange Zeit ging man davon aus, dass es sich bei Morbus Crohn um eine krankhaft überschießende Antwort des Immunsystems handelt. Inzwischen ist jedoch klar, dass die Barrierefunktion der Darmwand gestört und die Abwehr gegen Darmbakterien geschwächt ist: So können Bakterien der normalen Darmflora in den Körper eindringen und zu einer Entzündungsreaktion führen.

Auch die Darmflora und Bakterien spielen eine Rolle

Diese genetische Komponente ist zwar ein entscheidender Faktor, aber nicht alleiniger Auslöser für Morbus Crohn. So sind bei eineiigen Zwillingen nur in 58 Prozent der Fälle beide Geschwister betroffen. Offensichtlich spielt auch die Beschaffenheit der Darmflora eine wesentliche Rolle. Man hat herausgefunden, dass sich bei Tieren die Entzündung zurückbildet, sobald man das Darmlumen keimfrei hält, also jegliche Bakterien abtötet. Dies ist beim Menschen natürlich nur bedingt möglich. Gute Erfolge sind zum Beispiel möglich mit einem künstlichen Darmausgang (Stoma), weil der dahinter liegende Darmabschnitt zur Ruhe kommt. Auch Breitspektrum-Antibiotika zeigen gute Erfolge, sie sind jedoch nicht zur dauerhaften Therapie geeignet. Möglicherweise sind bei Morbus Crohn auch Probiotika, die  mit dem Bakterium Lactobacillus casei angereichert sind, hilfreich.
Autoren und Quellen
Weiterführende Themen