Spitzwegerich - Plantago lanceolata
Im Überblick
Die 5 bis 50cm hohe Pflanze hat schmale, lanzettlich geformte Laubblätter, die am Boden in Form einer Rosette angeordnet sind. Die Blüten sind unscheinbar und wachsen in dichter Ähre auf einem bis zu 40cm hohen Schaft. Die Staubfäden sind weiß und lang herausragend. Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile.
Deutscher Name: Spitzwegerich
Botanischer Name: Plantago lanceolata
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Blütezeit: Mai bis September
Herkunft: Europa, Nord- und Mittelasien in den kühl gemäßigten Zonen
Anwendungsgebiete
- Husten
- Katarrhe der Atemwege
- Bronchitis
- Keuchhusten
- Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
- entzündlichen Hauterkrankungen
Dosierung und Anwendung
Tee:
2 Teelöffel (ca. 2g) zerkleinerte Droge werden mit 150ml Wasser kalt angesetzt, kurz aufgekocht und nach 15 Min. abgeseiht. Man trinkt dreimal täglich täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee.
Mittlere Tagesdosis: 3-6g Droge
Fertigpräparate, Spitzwegerichsirup. Presssaft äußerlich als Wundheilmittel bei Haut- und Schleimhautentzündungen.
Wirkungen
Die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe befinden sich im Spitzwegerichkraut (Plantaginis herba). Es enthält Schleim- und Bitterstoffe, Gerbstoffe, das Glykosid Aucubin, Flavonoide, Kalium, Kieselsäure und keimhemmende Stoffe (wahrscheinlich nur im Presssaft wirksam). Die Wirkung ist antiseptisch und reizlindernd bei Katarrhen der Atmungsorgane. Presssaft des frischen Krauts findet auch Verwendung als Wundheilmittel und gegen Insektenstiche.
Hinweis
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen oder Risiken bekannt.
Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder immer wieder kehren, soll ein Arzt aufgesucht werden.