Mönchspfeffer - Vitex agnus-castus
Im Überblick
Der Mönchspfeffer, auch Keuschlamm genannt, ist ein bis zu 6 m hoch wachsender Strauch oder Baum. Die Blätter sind langstielig, fingerförmig geteilt und auf der Blattunterseite filzig behaart. Die kleinen, duftenden, blau, selten rosa, gefärbten Blüten bilden ährige Blütenstände. Die kugelige bis längliche Frucht ist eine Steinfrucht, die becherförmig vom Kelch umschlossen ist.
Medizinisch verwendet werden die als Steinbeeren bezeichneten getrockneten Früchte.
Deutscher Name: Mönchspfeffer
Botanischer Name: Vitex agnus-castus
Familie: Eisenkrautgewächse (Verbenaceae)
Herkunft: Mittelmeerraum bis nach Zentralasien
Anwendungsgebiete
- Prämenstruelle Syndrom (PMS)
- Schmerzhafte Brustspannung (Mastodynie)
- Zyklusanomalien
Dosierung und Anwendung
Als Extrakt: Entsprechend 30 bis 40mg Mönchspfefferfrüchte einmal täglich.
Wirkungen
Mönchspfeffer nicht während einer Schwangerschaft oder der Stillzeit anwenden! Mönchspfefferfrüchte haben hormonartige Wirkungen und können die Milchproduktion senken.
Während der Pubertät und bei erstmaligen Auftreten von Zykusanomalien oder Mastodynie (schmerzhafte Brüste) nur nach ärztlichem Rat anwenden!
Bei Auftreten von juckenden Hautausschlägen ist das Präparat abzusetzen.
Nicht einnehmen bei hormonabhängigen Krankheiten, wie z.B. Endometriose, Brust-, Gebärmutter- oder Eierstockkrebs!
Wechselwirkungen: Da Mönchspfefferfrüchte eine dopaminerge Wirkung besitzt, sind Wechselwirkungen mit Medikamenten denkbar, die ebenfalls an Dopaminrezeptoren angreifen, wie z.B. bestimmte Antiemetika (Medikamente gegen Übelkeit und Brechreiz) oder Neuroleptika (Antipsychotika). Wenn Sie solche Arzneimittel nehmen, so ist vor der Anwendung von Mönchspfeffer der behandelnde Arzt zu befragen.
Hinweis
Mönchspfefferfrüchte enthalten die Iridoidglykoside Aucubin und Agnosid, fettlösliche Flavonoide, ätherisches Öl und fette Öle. Tierexperimentelle Untersuchungen zeigten eine dopaminerge Wirkung, die zu einer Senkung des Prolactinspiegels führte. Zudem scheint Mönchspfeffer ein gestörtes Gleichgewicht zwischen Estrogen (Follikelhormon) und Progesteron (Gelbkörperhormon) wiederherzustellen.