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Diabetes mellitus Typ 1 und 2: Welche Unterschiede gibt es?



Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2 unterschieden sich unter anderem darin, in welchem Alter sie auftreten und wie groß der erbliche Faktor ist.

Diabetes Typ 1

Diabetes Typ 1 tritt am häufigsten in jüngeren Lebensjahren auf. Deshalb wurde diese Diabetes-Form früher auch als jugendlicher oder juveniler Diabetes bezeichnet. Nicht selten beginnt er mit plötzlich einsetzenden Beschwerden wie zum Beispiel Bewusstseinsverlust. Diabetes Typ 1 beruht auf einem absoluten Mangel an Insulin infolge zerstörter insulinproduzierenden Zellen (Beta-Zellen) der Bauchspeicheldrüse.

Ursächlich werden bei Diabetes Typ 1 verschiedene Faktoren diskutiert, nämlich eine Fehlsteuerung des Immunsystems, erbliche Veranlagung und äußere Faktoren (zum Beispiel Virusinfektionen). Bei der immunologisch vermittelten Form bildet der Körper Antikörper, die sich unter anderem gegen die insulinproduzierenden Inselzellen richten und diese zerstören. In Folge dessen kann kein Insulin mehr produziert und Glucose nicht mehr aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden: Der Blutzucker steigt an. Insulin muss dann als Medikament gegeben werden.

Zum Diabetes Typ 1 gehört auch der LADA (latent autoimmune diabetes in adults), eine Sonderform des Autoimmun-Diabetes, die sich erst im Erwachsenenalter ausbildet.

Diabetes Typ 2

Bei dieser Diabetes-Form, die auch Altersdiabetes genannt wird, bildet die Bauchspeicheldrüse im Gegensatz zu Diabetes Typ 1 zunächst noch ausreichend Insulin, das aber nicht genügend wirkt. Man spricht dann von einer Insulinresistenz. Im weiteren Verlauf kann die Insulinproduktion immer weiter abnehmen, sodass auch bei dieser Diabetes-Form eine Insulintherapie notwendig werden kann. Diabetes Typ 2 macht sich meist nach dem 40. Lebensjahr erstmals bemerkbar. Risikofaktoren sind Übergewicht, Bewegungsmangel und falsche Ernährung. Häufig tritt diese Diabetes-Form im Rahmen eines metabolischen Syndroms auf.

Als MODY-Diabetes (Maturity Onset Diabetes mellitus in Young people) bezeichnet man eine stark erbliche Form des Diabetes Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen aufgrund eines Gendefektes.

Die Hauptmerkmale der beiden Diabetes-mellitus-Typen sind in der Tabelle gegenübergestellt:

Diabetes Typ 1 Diabetes Typ 2
Beginn Akut, meist im Kindes- und Jugendalter Meist schleichend, häufig nach dem 40. Lebensjahr
Familiäre Häufung selten typisch
Körpergewicht zumeist Ideal- bis Normalgewicht meist Übergewicht
Ketoseneigung ausgeprägt fehlend oder gering
Symptome Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust, Müdigkeit häufig keine Beschwerden
Therapie immer insulinpflichtig kann insulinpflichtig werden

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