Sie sind ungefährlich, aber extrem lästig. Erkältungen schlagen mehrmals im Jahr zu – denn ihre Viren breiten sich bereits beim Sprechen oder per Händedruck aus.
Wer zu viel oder falsch isst, wird dick. Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Vor allem die gesundheitlichen Folgen sind fatal.
24 Salze sollen gegen die meisten Krankheiten wirken – weil sie die mögliche Ursache der Beschwerden, einen gestörten Mineralstoffhaushalt im Körper, beheben.
Welche Behandlung wirklich hilft, was man selbst gegen die quälenden Schmerzen unternehmen kann – und wie man vermeidet, dass sie wiederkehren.
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So kommen Sie gesund durch die Erkältungs- und Grippezeit

Das Virus H1N1 sorgt seit Monaten weltweit für Aufregung. Doch in der ganzen Diskussion um die Neue Grippe („Schweinegrippe“) darf die „normale“ saisonale Grippe nicht in Vergessenheit geraten. Sie ist eine sehr gefährliche Erkrankung – vor allem für Ältere und chronisch Kranke. Menschen aus diesen Risikogruppen sollten sich daher rechtzeitig impfen lassen.

Gegen die meist harmlose Erkältung hingegen hilft keine Impfung, aber Sie können selbst vorbeugen: häufiges Händewaschen, Spazierengehen und ausreichend Schlaf sind nur einige der Maßnahmen, die Ihr Risiko für Husten, Schnupfen und Halsschmerzen verringern. Wir haben Informationen und aktuelle Studienergebnisse zusammengestellt, die Ihnen helfen, gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Gerne beraten wir Sie auch bei uns in der Apotheke.


Fünf Ratschläge, wie Sie der Infektion entkommen

Schützen Sie sich rechtzeitig gegen Erkältung und Grippe. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie Ihr Erkrankungsrisiko deutlich senken:
  • Menschenansammlungen meiden
    Erkältete Menschen stoßen beim Niesen und Husten kleine virenhaltige Feuchtigkeitstropfen aus, die dann mit der Luft von anderen eingeatmet werden und sie so infizieren (Tröpfcheninfektion). Wo viele Menschen nah zusammen sind, etwa bei Fußballspielen, in der Disco oder bei Konzerten, steigt das Risiko einer Ansteckung. Meiden Sie daher Menschenansammlungen.
  • Regelmäßig Hände waschen
    Die Viren gelangen natürlich auch auf die Hände und auf Gegenstände wie Türgriffe oder Telefonhörer, wo sie bis zu einem Tag lang überleben können. Achten Sie daher darauf, sich nicht mit den Händen ins Gesicht zu fassen, und waschen Sie sich regelmäßig gründlich die Hände. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Hautkontakt zu erkälteten Menschen hatten.
  • Schleimhäute feucht halten
    Die Schleimhäute in der Nase sind der wichtigste Schutzschild gegen Viren. Solange sie feucht sind, können sie die Erreger gut abwehren. Durch Heizungsluft trocknen sie aber aus, daher sollten Sie im Winter die Raumluft befeuchten, zum Beispiel über Wasserschalen auf den Heizkörpern oder Luftbefeuchter. Genauso wichtig: Trinken Sie ausreichend, mindestens zwei Liter pro Tag.
  • Sonnenlicht tanken
    Mithilfe des Sonnenlichts kann der Körper in der Haut Vitamin D bilden. Dieses Vitamin schützt das Immunsystem und beugt so Infektionen vor. Forscher aus den USA1 haben herausgefunden, dass Menschen mit einer niedrigen Vitamin-D-Konzentration im Blut anfälliger für Infekte der oberen Atemwege sind. Um einem Mangel entgegenzuwirken, sollten Sie sich daher auch im Winter regelmäßig im Freien aufhalten und möglichst viel Haut der Sonne aussetzen. Nur so kann Ihr Körper ausreichend Vitamin D bilden. Wenn Sie sich nur wenig im Freien aufhalten und auch keinen Vitamin-D-haltigen Seefisch essen, ist Ihr Vitamin-D-Spiegel wahrscheinlich zu niedrig, um Infektionen vorzubeugen. Sie können dann gegebenenfalls ein Vitamin-D-Präparat einnehmen, um Ihr Immunsystem zu stärken. Sprechen Sie jedoch vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker, denn Vitamin D darf nicht in zu hoher Dosis verwendet werden.
  • Ausreichend schlafen
    Im Schlaf arbeitet unser Immunsystem auf Hochtouren: Es schüttet besonders viele immunaktive Stoffe wie Antikörper und Botenstoffe aus, die den Körper gegen Infektionen schützen. Daher steigt auch das Schlafbedürfnis, wenn wir krank sind. Bekommt der Körper weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht, leidet die Immunabwehr. Eine aktuelle Studie2 hat gezeigt, dass Menschen, die weniger als sieben Stunden täglich schliefen, nach Kontakt mit Rhinoviren häufiger eine Erkältung bekamen als Menschen, die acht Stunden und länger schliefen. Bei acht und mehr Stunden pro Nacht war das Erkältungsrisiko um ein Drittel niedriger. Gerade in der kalten Jahreszeit sollten Sie daher darauf achten, ausreichend zu schlafen, um Ihre Abwehrkräfte stark zu halten.


Ist es eine Erkältung oder eine Grippe?

Und wenn es Sie dann doch erwischt hat? Ob Sie das Bett hüten müssen, hängt davon ab, ob Sie an einer Erkältung oder einer Grippe erkrankt sind. Eine Erkältung (fälschlicherweise auch "grippaler Infekt" genannt) beginnt schleichend mit Halsschmerzen, Niesanfällen und Schnupfen. Manchmal kommt auch Husten dazu, die Betroffenen fühlen sich müde und erschöpft. Bis die Symptome voll entwickelt sind, dauert es meist ein bis drei Tage. Nach einer Woche sind die Symptome aber schon wieder abgeklungen.

Die „echte Grippe“ (Influenza) können Sie von einer Erkältung sofort unterscheiden: Sie beginnt nicht langsam über mehrere Tage, sondern setzt ganz plötzlich ein. Schlagartig fühlen Sie sich sterbenskrank: hohes Fieber, heftige Kopf- und Gliederschmerzen und starker, trockener, schmerzhafter Husten treten auf. In manchen Fällen kommt es zu Herzrasen, starkem Anstieg des Blutdrucks, Schwächeanfällen, Kreislaufkollaps oder geistiger Verwirrung.

Während der akuten Phase muss jede Anstrengung, etwa durch Arbeit oder Sport, vermieden werden, sonst drohen Herzmuskelschäden! Das akute Stadium hält bis zu zwei Wochen an, und auch danach kann es noch mehrere Wochen dauern, bis di e Krankheit vollständig überstanden ist. Solange das Fieber anhält – und auch noch einige Tage danach – müssen Sie im Bett bleiben. Auf keinen Fall sollten Sie zur Arbeit gehen, damit schaden Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihren Kollegen, denn die Influenza ist sehr ansteckend.

Eine „echte Grippe“ ist also eine schwerwiegende Erkrankung, die Sie nicht unterschätzen dürfen. Das Influenza-Virus befällt manchmal nicht nur die Atemwege, sondern auch Herz, Gehirn und andere Organe. Deshalb gilt: Sofort zum Arzt gehen oder einen Arzt kommen lassen. Vor allem für ältere und bereits geschwächte Personen kann die Grippe sehr gefährlich sein. Allein in Deutschland sterben in jeder Grippe-Saison 5.000 bis 8.000 Patienten, deren Tod direkt oder indirekt von einer Influenza-Infektion verursacht wurde.

Grippe-Patienten haben offenbar auch ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt. Britische Forscher haben 39 Studien3 aus den Jahren 1932 bis 2008 ausgewertet, die diesen Zusammenhang untersucht hatten. Das Ergebnis: Während der Grippesaison traten mehr Herzinfarkte auf als in den Monaten, in denen keine Influenza-Viren im Umlauf waren. Außerdem starben mehr Menschen einen Herztod. Einige der Untersuchungen deuten darauf hin, dass Menschen, die bereits eine Herzerkrankung haben, durch eine Grippeimpfung ihr Risiko für Herzinfarkt und Herztod verringern können.

Grippe-Impfung schützt Risikogruppen

Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist eine Grippe sehr gefährlich, unter Umständen sogar lebensbedrohlich. Bestimmte Risikogruppen sollten sich daher gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Die Impfung besteht aus abgetöteten Influenza-Viren, die keine Krankheit mehr auslösen können, sie ist gut verträglich und sicher. „In der derzeitigen Diskussion um die Schweinegrippe wird vergessen, dass die saisonale Influenza eine massive Belastung für die Bevölkerung der ganzen Welt darstellt“, sagt der Virologe Prof. Peter Wutzler. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut4 empfiehlt die Impfung gegen die saisonale („normale“) Grippe für Personen ab 60 Jahren, Kinder und Erwachsene mit Grunderkrankungen, die das Immunsystem schwächen (z.B. Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen) und Menschen, die viel Kontakt mit anderen Personen haben (z.B. Lehrer, Busfahrer, medizinisches Personal).

Auch für die zusätzliche Impfung gegen die durch das Virus H1N1 verursachte „Schweinegrippe“ hat die Ständige Impfkommission eine Empfehlung abgegeben5: Sie befürwortet diese Impfung zunächst für Medizinpersonal, chronisch Kranke sowie Schwangere und Wöchnerinnen. Im Zweifelsfall solle aber das individuelle Risiko gegen den Nutzen der Impfung abgewogen werden. Da erst wenige Daten zur H1N1-Impfung vorhanden sind, wird diese Empfehlung gegebenenfalls noch angepasst – je nachdem, wie sich die Neue Grippe ausbreitet und wie die Erfahrungen mit der Impfung ausfallen. Tagesaktuelle Informationen der STIKO bekommen Sie auf der Internetseite des Robert Koch Instituts.

Keine Selbstbehandlung mit Grippemitteln

Nehmen Sie verschreibungspflichtige Grippemittel wie Tamiflu oder Relenza nur nach den Anweisungen des Arztes ein. Sie riskieren erhebliche Gesundheitsschäden, wenn Sie sich ohne ärztliche Aufsicht selbst behandeln: Grippemittel können schädliche Nebenwirkungen haben. Außerdem kann die Gefahr steigen, dass die Viren resistent gegen das Medikament werden, wenn Sie es vorbeugend und unnötigerweise einnehmen. Eine Infektion mit einem resistenten Virus kann dann mit diesem Medikament nicht mehr wirksam behandelt werden. Auf keinen Fall sollten Sie Grippemittel aus dubiosen Quellen über das Internet kaufen: Der Onlinehandel mit verschreibungspflichtigen Substanzen ist illegal und es sind Medikamentenfälschungen im Umlauf, die keinerlei Wirkstoffe oder sogar gefährliche Substanzen enthalten. Vertrauen Sie hier Ihrem Arzt und Apotheker!


Wie Sie Erkältungen und Grippe optimal vorbeugen und welche Mittel helfen, wenn die Krankheit schon zugeschlagen hat, erfahren Sie bei uns in der Apotheke.




Quellen
1 Ginde, Adit A. et al.: Association Between Serum 25-Hydroxyvitamin D Level and Upper Respiratory Tract Infection in the Third National Health and Nutrition Examination Survey. In: Archives of Internal Medicine, 2009, Jg. 169, Nr. 4, S. 384-390.
2 Cohen, Sheldon et al: Sleep Habits and Susceptibility to the Common Cold. In: Archives of Internal Medicine, 2009, Jg. 169, Nr.1, S. 62-67.
3 Warren-Gash, Charlotte et al: Influenza as a trigger for acute myocardial infarction or death from cardiovascular disease: a systematic review. In: The Lancet Infectious Diseases, Jg. 9, Nr. 10, S. 601.
4 Robert Koch Institut: Epidemiologisches Bulletin, Nr. 30, 12.Oktober 2009, S. 287.
5 Robert Koch Institut: Epidemiologisches Bulletin, Nr. 41, 12.Oktober 2009.


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Schnupfen, Husten, Halsschmerzen: Erkältungen sind zwar harmlos, aber unangenehm. Mit einigen Maßnahmen können Sie vorbeugen.
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Mithilfe von Sonnenlicht kann der Körper in der Haut Vitamin D bilden, das eine wichtige Rolle fürs Immunsystem spielt. Daher sollten Sie auch im Winter regelmäßig ins Freie gehen.
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Das Rhinovirus verursacht Schnupfen und Erkältungen. Es kann außerhalb des Körpers bis zu einem Tag lang überleben und wird daher oft über Hände oder Gegenstände übertragen.
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Regelmäßiges Händewaschen beugt einer Infektion vor. Vor allem nach Hautkontakt mit erkälteten Menschen sollten Sie sich die Hände gründlich mit Seife reinigen.
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Eine „echte Grippe“ beginnt ganz plötzlich: Sie fühlen sich sehr krank, haben hohes Fieber, trockenen Husten sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Die Erkrankung kann sehr gefährlich sein, speziell für ältere und immunschwache Patienten. Daher gilt: Sofort zum Arzt.
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Die Grippeimpfung wird vor allem für Ältere und chronisch Kranke empfohlen. Der Impfstoff besteht aus abgetöteten Influenza-Viren, die keine Krankheit mehr auslösen können.